Dominik Pförringer – #WeeklyDigitalStatement Nr. 13/18

“We suffer from severe shortage in healthcare employees, technology could very well reallocate this workforce by raising Efficiency through digital Innovation. We have to invest now into future technologies to allow for this necessary and overdue process to commence and accelerate.”

Das #WeeklyDigitalStatement Nr. 13 in diesem Jahr stammt von Dr. med. Dominik Pförringer aus München. Herzlichen Dank!
Als „Kollegin“ freue ich mich natürlich sehr über diesen Impuls und Gastbeitrag. Was Dr. Dominik Pförringer antreibt und uns quasi beide verbindet, ist die Leidenschaft für Medizin, Menschen und moderne Technologien – und die Lust, die Digitalisierung im Gesundheitswesen und darüber hinaus aktiv mitzugestalten und Innovationen voranzutreiben.
Was es mit diesem #WeeklyDigitalStatement auf sich hat und warum Dr. Pförringer gerade dieses Statement gewählt hat, das erfahren Sie in diesem Beitrag. Viel Spaß beim Lesen!

Über Dr. med. Dominik Pförringer MBA

Dr. Dominik Pförringer mit dem #WeeklyDigitalStatement Nr. 13/18 (© www.aihc.de, Originalbild unter: picturepeople.fotograf.de)
Dr. med. Dominik Pförringer, MBA INSEAD, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Klinikum rechts der Isar, TU München (Bild: © www.aihc.de, Original unter: http://picturepeople.fotograf.de)

Dr. med. Dominik Pförringer entstammt einer alteingesessenen Medizinerfamilie, er ist der achte Arzt in seiner Familie in unmittelbarer Folge. Nach seiner Schullaufbahn in München und Kalifornien studierte er Medizin in Regensburg und promovierte in München, wo er auch seine chirurgische Ausbildung begann. Er ist heute Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie.

2009 absolvierte er das full-time MBA-Programm am INSEAD in Fontainebleau und Singapur und begann 2010 für Bain & Company in deren Healthcare-Practice als Unternehmensberater zu arbeiten. Im Rahmen dieser Tätigkeit beriet er Krankenhäuser, Pharma-Unternehmen, Versicherungen und Private-Equity-Teams im Gesundheitswesen.

Seit 2013 arbeitet Dr. Pförringer als Unfallchirurg und DRG-Beauftragter seiner Klinik am Münchner Universitätsklinikum “rechts der Isar”. Darüber hinaus hält er laufend Vorträge zu gesundheitsökonomischen Themen auf nationalen und internationalen Kongressen.

2018 schloß er seine Habilitation zum Thema: „Ökonomische Faktoren im Gesundheitswesen – Infektionsmetaphylaxe und Möglichkeiten zur patientenzentrierten Prozessoptimierung und Ressourcenschonung“ erfolgreich ab.

Kontinuierlich unterrichtet er Mediziner in Entrepreneurship und fungiert als Mentor für Gesundheits-Startups. 2018 gab er ein 88-seitiges Thesenpapier zum Thema „Bei bester Gesundheit? Deutschlands E-Health im Checkup“ heraus (HIER mehr erfahren und über die Hans Seidel Stiftung e.V. herunterladen).

 

Hier vernetzen und mehr erfahren

Social Media: Dr. Dominik Pförringer bei Twitter, LinkedIn, Xing.

Webseite der Klinik: www.unfallchirurgie.mri.tum.de.

 

Warum gerade dieses Statement?

Angesichts des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen liegt das Augenmerk zunehmend auch darauf, Chancen der Digitalisierung zu nutzen, um in Kliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen bzw. sie nachhaltig zu verbessern.

Der Einsatz moderner digitaler Anwendungen und innovativer Technologien kann dazu wesentlich beitragen. Und Potenziale heben, um Strukturen, Versorgungs- und Unternehmensprozesse wertschöpfend zu gestalten. Nicht etwa mit dem Ziel der Personaleinsparung, sondern um hochqualifiziertes medizinisches Personal – als Mitarbeitende in der Patientenversorgung und am Unternehmenserfolg – in ihren originären Aufgaben und im Arbeitsprozess zu unterstützen. Sie von teils überbordenden administrativen und berufsfremden Tätigkeiten zu entlasten, damit sie sich (wieder) mehr auf ihre Kernkompetenzen in der Gesundheitsversorgung konzentrieren können (eigene Anmerkung).

 

Dazu führt Dr. Dominik Pförringer aus:

“Meine Passion: ich arbeite an einem tastaturlosen, bürokratiearmen Krankenhaus. Der Arzt soll sich wieder zu großen Teilen auf seinen Hauptberuf, das Heilen konzentrieren können, ohne Reibungsverluste durch übertriebene Dokumentation, Bürokratie, Doppelarbeit, ineffiziente Prozesse und Ablenkung durch ökonomische Fragestellungen.”

Dr. Dominik Pförringer vertritt ebenfalls die Ansicht, dass für die Gesundheitsversorgung der Zukunft medizinische und ökonomische Sichtweisen zusammenwirken müssen und nicht als Gegenspieler agieren dürfen.
Deswegen setzt er sich auch dafür ein, Aspekte des Unternehmertums bereits im Medizinstudium zu verankern und eine Brücke zwischen der Welt der Klinik und der Digitalisierung zu schlagen. Einen ersten Einblick dazu finden Sie unter anderem hier:

Außerdem hat er es sich mit weiteren Organisatoren und Machern des MUST Summit Healthcare zur Aufgabe gemacht, den Austausch zwischen Medizinern, Wirtschaftlern, Startups, Unternehmern, Akademikern, Vertretern aus der Industrie und aus Stiftungen auch darüber hinaus kontinuierlich zu fördern.

Hierzu organisieren sie einmal pro Quartal die sogenannte Healthcare Happy Hour über das zugehörige Meetup  “Digital Healthcare Entrepreneurship” in München. Zudem teilen sie relevante Themen aus dem Digital Healthcare Ecosystem regelmäßig über die LinkedIn Gruppe „Digital Healthcare Entrepreneurship“mit Gleichgesinnten.

 

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6 Gedanken zu „Dominik Pförringer – #WeeklyDigitalStatement Nr. 13/18

    • Dr. Karin Kelle-Herfurth Autor des BeitragsAntworten

      Hallo Herr Dr. Vomacka,

      besten Dank für Ihren knackigen Kommentar! Ja, ob Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten oder andere Professionen: die meisten Beschäftigten in der direkten Gesundheitsversorgung würden wohl lieber ihren Kernkompetenzen nachgehen und mehr Zeit mit Patienten als mit Verwaltung und Dokumentation verbringen …

      Schönen Abend und viele Grüße,
      Dr. Karin Kelle-Herfurth

  1. Ria Hinken Antworten

    Hier werden wichtige Aspekte angesprochen.
    In den Arztpraxen verbringen Ärzte nicht selten viel Zeit mit dem Computer. Mit den Patienten dafür um so weniger.
    Eine Umkehrung ist wünschenswert.
    Datenschutz und Datensicherheit müssen sicherstellt sein. Da mangelt es leider jetzt schon an einigen Stellen.

    • Dr. Karin Kelle-Herfurth Autor des BeitragsAntworten

      Liebe Ria Hinken,

      vielen Dank für Ihren Kommentar! Ich stimme Ihnen absolut zu. Datenschutz und höchste IT-Sicherheitsstandards sind das A & O, wenn es um sensible Daten geht und schließlich auch mit Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander und die Nutzung moderner Informationstechnologien.
      Mehr Zeit für persönliche Gespräche, fürs Zuhören, Nachfragen, gemeinsames Überlegen, Entscheiden und Diskutieren. Ja, das wäre wünschenswert. Das Zwischenmenschliche und den persönlichen Kontakt wird auch die modernste Technik nicht ersetzen können. Und gerade das macht eine gute Arzt-Patienten-Beziehung auch aus…

      Herzliche Grüße, Dr. Karin Kelle-Herfurth

  2. Ute Schmidt Antworten

    Herr Dr. Pförringer hat vollkommen recht. Wir kommen an der Digitalisierung nicht vorbei, um effektiver zu agieren. Vernetzung ist dabei ein großes Stichwort und hier sehe ich ein großes Problem. Die lokale Digitalisierung schreitet voran, aber um diese besser zu nutzen in den verschiedenen Ebenen des Gesundheitswesen, braucht es eine ebenso bessere Vernetzung derer. Sei es der Arztbrief oder der Übergang vom Krankenhaus in die ambulante Versorgung oder die Pflege zuhause. Die Online-Sprechstunde…. ein Traum für viele, die nicht mehr mobil sind oder auf dem Lande mit weiten Anfahrtzeiten wohnen. 3G oder 4G soll Standard sein. Leider nicht wirklich und auch ständigen Netzschwankungen unterworfen.
    Ich bin für Digitalisierung mit größtmöglicher Vernetzung und Datenschutzrechtlichen Voraussetzungen. Trotz Datenschutzgrundverordnung, die einige Klippen beinhaltet, wir die Vernetzung ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Digitalisierung im Gesundheitswesen sein.

    • Dr. Karin Kelle-Herfurth Autor des BeitragsAntworten

      Liebe Frau Schmidt,

      vielen Dank für die Darstellung Ihrer Sicht auf das Thema Digitalisierung und Vernetzung im Gesundheitswesen. Sie haben vollkommen Recht. Der wahre Hebel liegt in dem, was Digitalisierung erst möglich macht: der sektorenübergreifenden Vernetzung der einzelnen Akteure über die nur allzu bekannten “hoch gewachsenen Hindernisse” hinaus. Dies setzt natürlich auch moderne Informations- und Kommunikationstechnologien und eine entsprechende Netzabdeckung voraus.

      Ich sehe andererseits, dass immer mehr ärztliche Kolleginnen und Kollegen Digitalisierung mit dem Ziel einsetzen, effektiver mit Patienten und Fachkollegen zu kommunizieren. Und, um weniger administrative Tätigkeiten durchzuführen, dafür mehr Zeit für die wesentlichen Dinge zu gewinnen. Das stimmt mich positiv. Natürlich hat auch die Belastung durch Dokumentationsarbeit massiv zugenommen, was ohne effiziente Prozesse kaum noch leistbar ist. Da ist ebenso noch viel Optimierungspotenzial, was digital unterstützte Lösungen angeht. Aber gegen zu viel Bürokratie ist auch die beste Technik ziemlich machtlos ;-).

      Offline und Online-Sprechstunden nach individuellem Bedarf zu kombinieren, wie es für Arzt und Patient im Einzelfall am besten passt, das wäre aus meiner Sicht auch für die Regelversorgung wünschenswert. Viele Konsultationen im Alltag sind (wären) auch über Video-Sprechstunden oder zeitversetzt via Chat möglich. Oft hilft schon eine fachgerechte und professionelle Antwort auf eine konkrete Frage von Patienten weiter und das Allermeiste muss auch nicht sofort geklärt werden.

      Aber: Solch eine Flexibilität und Dynamik in unserem Gesundheitssystem, das ist so eine Sache für sich… Es liegt eben nicht nur an der Technik, sondern vor allem auch an gesetzlichen, politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen und unserer Kultur, einschließlich unseres Verständnisses und unseren Erwartungen an eine gute Gesundheitsversorgung. Da gehen Meinungen und Ziele mitunter sehr weit auseinander. All das müssen wir berücksichtigen, wenn es darum geht, mitunter vollkommen neue Wege gehen zu wollen.
      Wie wäre es wohl, wenn alle an einem Strang ziehen würden … ;-)?

      Herzliche Grüße und einen schönen Abend,
      Dr. Karin Kelle-Herfurth

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