Tobias Krick – #WeeklyDigitalStatement Nr. 1/19

„Nicht überall wo „digital“ drauf steht ist auch „besser“ drin und nicht jede Lösung funktioniert bei jedem Unternehmen im Gesundheitswesen. Eine ausbalancierte Anpassungsstrategie ist notwendig, um den digitalen Transformationsprozess erfolgreich zu gestalten.“

Das erste #WeeklyDigitalStatement in 2019 hat Tobias Krick spendiert.

Herzlichen Dank für Deinen Impuls, lieber Tobias!

Mit diesem Statement laden wir zum ersten virtuellen #ZUKUNFTSDIALOG im neuen Jahr ein.

Ihnen ein gesundes und in vielerlei Hinsicht erfüllendes und erfolgreiches Jahr 2019!

👉 Passend zum Neustart geht es diese Woche um #Innovation und im Speziellen um innovative Gründungen im Kontext der #Digitalisierung und Transformation im Gesundheitswesen.

Mehr dazu unter dem Profil von Tobias.

 

Über Tobias Krick

Tobias Krick, Gesundheitswissenschaftler, Blogger und Gründer von gesundheit-innovativ.de.

Tobias Krick ist Gesundheitswissenschaftler und Blogger. Er betreibt als Gründer und Redakteur die Seite www.gesundheit-innovativ.de, mit der er Menschen aus dem Gesundheitswesen ermutigen und befähigen will, sich für mehr Innovation und besonders für innovative Gründungen im Gesundheitswesen zu engagieren. Außerdem arbeitet er für das Institut SOCIUM an der Universität Bremen in einem großen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt zu innovativen Technologien in der Pflege.

Er sieht insbesondere den Mut zur disruptiven Energie jedes Einzelnen als Quelle für mehr Innovation im Gesundheitswesen. Gleichzeitig sieht er ein enormes Potenzial und hohe Chancen digitaler Innovationen. Diese dürfen jedoch nicht nur von Großkonzernen wie Apple, Microsoft oder Google (google health) in den deutschen Gesundheitsmarkt kommen.

Er möchte Menschen, die direkte Erfahrungen im Gesundheitswesen gemacht haben, dazu ermutigen und durch Informationen befähigen, eigene Lösungen für vorhandene Probleme auf kreative Weise anzugehen und umzusetzen.

Denn nur in der Umsetzung einer Idee liegt das wahre Innovationspotenzial.

HIER VERNETZEN UND MEHR ERFAHREN

Social Media: Tobias Krick bei Instagram, Facebook und YouTube.

 

ZUM ZUKUNFTSDIALOG

Gesundheit innovativ zu gestalten, dafür brennt Tobias. Ich auch. Mit Begeisterung und Enthusiasmus entwickle und arbeite ich mit vielen Menschen an innovativen Konzepten mit digitalen Lösungen.

Nicht der Digitalisierung wegen, denn sie erfüllt keinen Selbstzweck. Sondern um Gesundheitsversorgung, Vorsorge und Nachsorge zu verbessern und mit individueller Unterstützung, Beratung und Bildung bedarfsgerecht in Lebens- und Arbeitswelten zu integrieren.

Mit der Intention, Gesundheitskompetenz zu fördern, Menschen zu befähigen, gut für sich und ihr Wohlbefinden zu sorgen, auch in turbulenten Zeiten in Balance zu bleiben und zu ermutigen, auch nach einschneidenden Ereignissen (z.B. nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall) nach vorn zu schauen, weiter zu gehen und neue Wege in ihre Zukunft zu gestalten.

Mit der Digitalisierung und Vernetzung erweitern sich die Möglichkeiten, Menschen in ihrer selbstbestimmten Teilhabe, Partizipation und Potenzialentfaltung im Lebens- und Arbeitsumfeld zu unterstützen und sie beim kreativen und erfolgreichen Zusammenwirken im beruflichen Umfeld, in Organisationen und Unternehmen in Veränderungsprozessen zu begleiten.

 

Grenzen der Innovation

Für manche mag hier die Verbindung zum Gesundheitssystem nicht so leicht nachzuvollziehen sein. In seiner jetzigen, zergliederten und stark regulierten Form widerspricht es ja auch eher der Vorstellung, Menschen ganzheitlich zu beraten und begleiten.

Wertschöpfung nimmt aber nun mal keine Rücksicht auf von außen gesetzte Grenzen. Jedoch stößt die Gestaltbarkeit einer innovativen und aus medizinischer und gesundheitsökonomischer Sicht nachhaltigen Gesundheitsversorgung schnell an ihre Grenzen.

Den Ursprung jeder Transformation und Innovation sehe ich ebenso wie Tobias bei jedem Einzelnen. Aber am Ende können tiefgreifende Veränderungen und Disruptionen nicht im Alleingang entstehen. Das Gesundheitssystem disruptiv zu verändern wird nicht funktionieren, indem wir digitale Lösungen und Produkte einzelner Anbieter ins Visier nehmen oder über lokale und regionale Förderprojekte sprechen, die wiederum Regularien unterliegen und nur zögerlich in die Breite kommen (“kontrollierte Innovation” sozusagen). Aber es gibt auch Positivbeispiele.

Und wir können die Ideen und Entwicklungen der großen, branchenfremden Player bewundern oder fürchten. Was wir mitnehmen sollten ist, dass längst ein anderer Wind weht und Vieles sich schneller durchsetzen wird, als wir heute ahnen. Dass Parallelwelten entstehen, zusätzlich zum ersten und zweiten Gesundheitsmarkt. Das kann auch nicht oder nur sehr bedingt reguliert und unterbunden werden. Weil es einen Bedarf nach innovativen digitalen Gesundheitsangeboten und einen Markt dafür gibt oder geben wird, wenn erst mal jemand danach fragt.

Mehr Raum für Möglichkeiten

Deswegen tun wir gut daran, die Zukunft der Medizin und Gesundheitsbranche aktiv zu gestalten. Wir sollten das Feld nicht den Branchenfremden überlassen, aber wir können von anderen lernen und mit ihnen arbeiten. Es braucht letztlich auch die Professionalität und Expertise, das Wissen und die Erfahrung von Gesundheitsfachleuten, wenn es um Gesundheit und Digital Health geht. Da stimme ich Tobias zu.

Wir brauchen vor allem mehr “Ermöglichungs- und Gestaltungsraum” für die Vordenker-, Impulsgeber- und Macher*innen in den Unternehmen und als Unternehmer*innen, die auch ohne Auftrag agieren, ohne Ziel- und Interessenskonflikte und Abhängigkeiten von Dritten, einfach aus Überzeugung.

Für die Digitalisierung des Gesundheitssystems braucht es Gestalter*innen, die nicht nur digitale Trends aufschnappen und antreiben, sondern gleichermaßen soziale Vorreiter sind. Die Menschen in ihren unterschiedlichen Rollen als Patient, Mitarbeiter, Leistungserbringer, Träger und Partner in Innovationsprozesse und die digitale Transformation einbeziehen und dabei mit Bedacht und Weitsicht auch verantwortungsvoll vorgehen.

Die technologischen Möglichkeiten sind das eine. Wir müssen letztlich auch unterscheiden zwischen dem, was möglich ist und fasziniert und dem, was echten Mehrwert bringt, wirksam und bezahlbar ist. Im besten Fall kommt alles zusammen. Darüber sollten wir uns austauschen, miteinander in Beziehung gehen, kooperieren und kollaborieren, von der Idee zum Konzeptentwurf über die Umsetzung bis zur Integration in Versorgungsstrukturen. Und aus unterschiedlichen Perspektiven gemeinsam überlegen, was in welchem Kontext mithilfe digitaler Technologien besser umsetzbar ist und wie.

In diesem Sinne lautet Tobias vollständiges Statement:

“Nicht überall wo „digital“ drauf steht ist auch „besser“ drin und nicht jede Lösung funktioniert bei jedem Unternehmen im Gesundheitswesen. Implementierungsprozesse, Unternehmenskultur und letztlich die Partizipation der Mitarbeiter haben einen entscheidenden Einfluss auf digitale Transformationsprozesse. Erfolgreich aus diesem Prozess werden diejenigen hervorgehen, die die beste Anpassungsstrategie wählen, nicht diejenigen, die blind auf das Effizienzsteigerungspotenzial digitaler Produkte setzen.”

 

Was meinen Sie dazu?

Wir sind gespannt auf Ihre Impulse, Ideen und Anregungen und freuen uns auf den Dialog mit Ihnen!
Nutzen Sie gerne das Kommentarfeld hier oder meine Social Media-Kanäle.
Hier zum aktuellen Post zum #WeeklyDigitalStatement von Tobias bei Twitter, InstagramLinkedIn, Xing und Facebook.

Wie heißt es so schön? Sharing is Caring!

Herzlichen Dank dafür, wenn Sie diesen Beitrag mit Ihrem Netzwerk teilen oder Sie zu dieser Aktion verlinken, damit mehr von dieser Initiative erfahren!

WERDEN SIE SELBST IMPULSGEBER*IN

Worum es bei dieser Aktion geht, erfahren Sie hier: Impulsgeber und Mitgestalter (m / w) für das #WeeklyDigitalStatement gesucht.

Was verbinden Sie Positives mit Digitalisierung?
Worin sehen Sie Vorteile in Ihrer Arbeit?
Wie gestalten Sie selbst den Wandel mit?

Teilen Sie Ihre Leidenschaft, Mission und Vision rund um das Thema Digitalisierung mit uns!

Schicken Sie mir Ihr #WeeklyDigitalStatement, mit einem Kurzprofil, Foto und Ihren Social Media-Links – als Blogger*in auch gerne einen passenden Artikel-Link – an info(at)karin-kelle-herfurth.de.

Ich freue mich, wenn ich mit Ihnen den #ZUKUNFTSDIALOG moderieren darf: den digitalen Austausch zu Ihrem persönlichen Statement und Kernthema. Hier im Kommentarfeld oder in den sozialen Netzwerken. Jeden Sonntags lade ich dazu mit einem neuen #WeeklyDigitalStatement ein.

Schauen Sie sich gerne die bisherigen Beiträge anderer Impulsgeber*innen an, lassen Sie sich inspirieren und vernetzen Sie sich – und werden Sie auch Impulsgeber*in im ZUKUNFTSDIALOG-Blog.
Toll, wenn Sie dabei sind!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.