Wie es gelingt, offen mit psychischen Erkrankungen umzugehen – ein Kommentar zum Artikel in der ZEIT

Das Leben mit psychischen Erkrankungen und das Sprechen darüber fällt wohl den wenigsten leicht.

Wie es gelingen kann, offen und vorurteilsfrei damit umzugehen, darum geht es in diesem kurzen Beitrag aus der Rubrik “Für Sie gelesen” – als Kommentar auf einen aus meiner Sicht lesenswerten Artikel. 

Konkret möchte ich Ihnen diesen Artikel in der ZEIT vom 26.11.2019 ans Herz legen:

“PSYCHISCHE ERKRANKUNGEN: ICH HOFFE, DIR GEHT’S GUT? NEIN, DAS TUT ES NICHT”

 

 

Wie kann ich mit Betroffenen umgehen, mich nach dem Befinden meines Freundes, meiner Kollegin oder meiner Mitarbeiter erkundigen, ohne ins Fettnäpfchen zu treten? 

Das fragen sich Viele. Auch die Angst, nicht zu wissen, was man sagen soll oder von der Antwort peinlich berührt zu sein, erlebe ich öfter, wenn ich Menschen bei der Rückkehr in den Job nach Krankheit oder ihrer Neuorientierung begleite.

Der Artikel macht es leichter, zu verstehen, auch durch die Art der Erzählung einer Psychologin, die selbst an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leidet, darüber offen bloggt und im Chat interviewt wird. ‬Es lädt zum Perspektivwechsel ein.

Wenn man hier überhaupt einen allgemeinen Rat geben kann, dann den, dass ehrliches Interesse und Respekt gegenüber dem Menschen und der Entscheidung, darüber zu sprechen das Wichtigste ist.

Aufrichtig zu verstehen, heißt auch, zu versuchen, sich nicht von Vor-Annahmen leiten zu lassen oder zu mutmaßen, was der Grund sein und was helfen könnte. 

„Denk positiv“ oder „Reiß Dich mal zusammen“ sind jedenfalls häufige Beispiele für Vor-Urteile, die suggerieren, dass Betroffene nur ein Denk- und Verhaltensproblem hätten, und das hilft niemandem.

Ich glaube hingegen, dass diese Art der Erzählung mitten aus dem Alltagsgeschehen dazu beitragen kann, ein besseres Verständnis füreinander zu erreichen – für eine bessere Kommunikation miteinander auch über sensible Themen zu Gesundheit und Krankheit. Durch sachliche Aufklärung und indem man dabei Verbindungen herstellt zu dem, was aus dem Leben kommt. 

Was meinen Sie? Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Was hat es für Sie leichter gemacht?

Lassen Sie es mich gerne wissen und schreiben Sie es in die Kommentare oder direkt per E-Mail an info@karin-kelle-herfurth.de.

Herzlichst, 

Ihre Karin Kelle-Herfurth 

Beitragsbild: © pixabay.de/PublicDomainPictures

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