Menschen zu unterstützen, ihre Gesundheit und Persönlichkeit zu stärken, Kompetenzen und Potenziale zu entfalten und über sich hinaus zu wachsen, um persönliche wie berufliche Veränderungsphasen zu meistern – das ist seit jeher meine Aufgabe.

Begonnen hat alles 1998 mit meiner physiotherapeutischen Ausbildung. Danach setzte ich meine Lernreise mit wissenschaftlichem Hintergrund aus Medizin, Soziologie, Gesundheitsökonomie und Betriebswirtschaft fort. Unterwegs bin ich aber heute immer noch und lerne kontinuierlich dazu.

Was mir heute hilft, ist vor allem die Erfahrung und das Wissen, das ich in mehr als 15 Jahren Praxis gewonnen habe. Zum einen habe ich tausende Menschen in den unterschiedlichsten, oft einschneidenden Lebenssituationen gesundheitlich betreut, aber auch in verschiedenen Berufen und Rollen in Unternehmen und Branchen begleitet. Auch in der Neuorientierung aus gesundheitlichen Gründen, nach persönlichen oder beruflichen Krisen und auf dem Weg in den Ruhestand.

Durch meinen klinischen und beratenden Schwerpunkt in zwei berufsgenossenschaftlichen Kliniken und die besonderen Heilverfahren, Rehabilitations- und Präventionsprogramme der gesetzlichen Unfallversicherung hatte ich früh Bezug zur Arbeitswelt “da draußen”.

Der Fokus lag dabei auf der möglichst nahtlosen Verknüpfung von Gesundheit, Sicherheit und Teilhabe, der individuellen Bergleitung und der Gestaltung von Lebens- und Arbeitswelten. Von der Gesundheitsförderung und Prävention von beruflich bedingten Erkrankungen, der medizinischen Akutversorgung und Rehabilitation nach Arbeitsunfällen bis hin zum Wiedereinstieg ins berufliche und soziale Leben nach körperlichen und psychosomatischen Erkrankungen.

Was in der praktischen Umsetzung hinzukam, war eine stets übergreifende Zusammenarbeit mit verschiedenen beteiligten Akteuren, intern wie extern. Hier war Vermittlungsarbeit, Problemlösung und Brückenbauen an entscheidenden Schnittstellen durch Kommunikation und Beziehungsaufbau angesagt. 

Das kooperative und vernetzte Arbeiten liegt mir persönlich sehr, das versuche ich auch weiterzugeben.

Im Verlauf beschäftigte ich mich zunehmend mit Prozess- und IT-Management, später mit digitaler Transformation und der Frage, wie Technologien und Tools dabei unterstützen können, Arbeit gesünder, präventiv und integrierend zu gestalten. All das kann meines Erachtens nur gelingen, wenn Führung und Management, Fachbereiche, Arbeits- und Gesundheitsschutz und die Personal- und Organisationsentwicklung Hand in Hand gehen.  

Dass Digitalisierung dabei unterstützen kann, effektiver und effizienter zusammenzuwirken, Kompetenzen zu bündeln und Veränderungen gut zu schultern bzw. überhaupt erst zu initiieren, hatte ich schon selbst herausbekommen. 

Denn parallel zu meiner ärztlichen und beratenden Tätigkeit meldete sich immer wieder mein kreativer Geist (ich wollte bis zu meinem 14. Lebensjahr übrigens Modedesignerin werden …) und die Lust am Gestalten und Verbessern von Arbeits-, Informations- und Kommunikationsprozessen. 

Ursprünglich hatte ich lediglich nach Möglichkeiten gesucht, interne administrative Arbeitsabläufe zu digitalisieren und zu automatisieren, um das zunehmende Arbeitsaufkommen besser zu bewältigen. Dies wuchs dann ziemlich schnell zu der Ambition aus, die Qualität der Patientenversorgung und die Zusammenarbeit im Behandlungs- und Betreuungsprozess darüber hinaus zu verbessern. 

Und so entwickelte ich in beiden Kliniken mit meinen Teams und Kolleg*innen aus dem ärztlichen, therapeutischen, pflegerischen und IT-Bereich interdisziplinäre Dokumentations- und Behandlungskonzepte und koordinierte die damit einhergehenden Veränderungen der Organisations- und Prozessgestaltung und Entwicklung. Auch Digital Health-Initiativen, E-Health-Projekte wie die Einführung medizinischer Software habe ich in koordinierender Rolle und als Mentorin begleitet. 

Zuletzt wechselte ich 2016 noch mal in ein Anstellungsverhältnis zur Weiterbildung speziell in Arbeitsmedizin bei einem überbetrieblichen Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen. So spannend auch hier die betrieblichen Einblicke waren – von kleinen Handwerksbetrieben über kommunale und große mittelständische Unternehmen bis hin Konzernen wie der Deutschen Bahn – so wenig fühlte ich mich allerdings in der klassischen Rolle und Arbeitsweise als Betriebsärztin wohl. 

Unternehmer*innen, Fach- und Führungskräfte, Teams und Organisationen zu unterstützen, neue Arbeitskonzepte mit den Möglichkeiten der Digitalisierung gesund und wertschöpfend zu gestalten und meine Vorstellungen von besseren Lebens- und Arbeitsbedingungen mit einem eigenen Business umzusetzen, war für mich irgendwann der logische nächste Schritt.

Irgendwann war ich an einem Punkt angelangt, an dem sich das Erreichen meiner beruflichen Ziele trotz Veränderung von Aufgaben, Gegebenheiten und wertvollen Erfahrungen leer anfühlte und ich anders wirken und mehr bewegen wollte. Fernab von traditionellen Rollenbildern, Strukturen und Systemen. 

Mein wichtigstes Learning war, dass ich erkannte, was ich nicht will und dass ich das, was mir wirklich wichtig ist und was ich selbst unter menschlichem und unternehmerischem Denken und Handeln verstehe, nur mit einem eigenen Business wirklich befriedigend umsetzen kann.

Vor allem war mir auch wichtig, meine Ziele und Ambitionen für die Gesundheit und Verbesserung von Lebens- und Arbeitsbedingungen anderer auch langfristig im Einklang mit meiner Gesundheit, persönlichen Bedürfnissen und meinem Privatleben vereinbaren zu können. 

Eine gute “Health-Work-Life-Integration” für mich selbst herzustellen, war fortan mein Ziel. Denn nur so kann ich es auch glaubwürdig an andere vermitteln. 

Als Freigeist wollte ich mehr Freiheit, Flexibilität und Autonomie, ortsunabhängig und mehr von zuhause arbeiten. Die Vorteile meiner Flexibilität wollte ich auch meinen Klienten und Kunden zukommen lassen. 

Also entschloss ich mich, auch digitale Beratung, Bildung und Begleitung anzubieten, zumal ich damit auch schneller, nierdigschwelliger und nachhaltig wirksam agieren kann. Denn Gesundheit, Kompetenzentwicklung und Lernen finden dort statt, wo Menschen leben und arbeiten. Und nach meiner Überzeugung ist Beratung sinnvoll und am wirksamsten, wenn sie gebraucht wird und in der Form erfolgt, die individuell und im Kontext gerade passend ist. 

So machte ich mich schließlich an die Arbeit, mit einem IT-Partner eine Cloud-basierte Plattform zu entwickeln, die Zusammenarbeit z.B. per Videochat, über verschiedene Medien und agile Projektmanagement-Tools möglich macht. Da sind wir aktuell weiter dran. Perspektivisch soll das auf größeren Füßen stehen, um mehr Menschen zu erreichen. Aktuell testen wir vieles in der Praxis.

Zudem bin ich “Tool-flexibel”, für kollaboratives Arbeiten gibt es ja heute mehr als genug Optionen. Wo es möglich und DSGVO-konform ist, greife ich auch auf betriebsinterne Ressourcen meiner Kunden zurück, durch den Zugang zu sozialen Unternehmensnetzwerken (ESN). 

Mir ist wichtig, Dinge pragmatisch anzugehen, auch mit den Mitarbeiter*innen an der Basis zu kommunizieren und sich Möglichkeiten zunutze zu machen, die bereits vorhanden sind. Da ist meistens noch viel Luft nach oben.

Einen weiteren Vorteil sehe ich darin, dass ich Führungs- und Fachkräfte im Beratungsprozess auf diese Weise auch unterstützen kann, mit den internen digitalen Tools souverän umzugehen, für sich die individuell passenden Systeme und Strukturen für effektives und effizientes Arbeiten zu entwickeln. 

Man kann z.B. BGM- und IT-Programme wunderbar miteinander koppeln. Dann steht nicht die Einführung von Tools im Fokus, sondern der Nutzen aus gesundheitlicher Sicht für die Mitarbeiter*innen, wenn man es digital umsetzt. 

Wer sich mit zeitgemäßen Technologien sicher fühlt und damit weniger Stress beim Arbeiten hat, kann auch erfolgreicher, wertschöpfend und agiler miteinander agieren. Dann ist der Kopf auch freier, um sich mit Dingen zu beschäftigen, die einen weiterbringen. So einfach ist das. 

Dies auf der Ebene der formellen und informellen Führung und durch zwischenmenschliche Kommunikation besser zu bewerkstelligen, gehört zu meinen Schwerpunkten in der Strategieberatung, Team- und Organisationsbegleitung.

Und da schließt sich der Kreis um meine drei Kernthemen Gesundheit, Arbeitswelt und Digitalisierung, meiner Plattform für den ZUKUNFTSDIALOG mit Menschen und Organisationen und meiner “neuen” Rolle als Ärztin: Als Beraterin und Expertin für Gesundheit und Business Strategien für Neues Arbeiten im digitalen Wandel. 

 

Fazit

Wie auch immer ich meine Rolle heute definiere, das wechselt eben auch: Letztlich ist es nach wie vor gezielte Beratung, Unterstützung und Befähigung im Arbeitsprozess und Lebensalltag. Nur anders. Keine Gesundheitsversorgung (ich diagnostiziere und behandle nicht mehr) und weniger Gesundheitsmanagement, dafür mehr Empowerment und Hilfe zur Selbsthilfe.

Rückblickend könnte ich sagen, es kam in meiner Laufbahn alles genau so wie es kommen musste. Mit Umwegen, aber immer klaren Prinzipien, Werten und einer Vision von gesundem Erfolg. 

Ich nenne das “New Health & New Business” – als Antwort auf New Work, Agilität & Co., so kann Digitalisierung im Gesundheitswesen und in der Arbeitswelt auch aussehen …

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