Long COVID in Medien: Gratwanderung zwischen Diskriminierung und Aufklärung
Nimmt Long COVID-Diskriminierung zu – durch mediale Verbreitung von Desinformationen legitimiert? Lesen Sie, was wir dagegen tun können.
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Ich bin beratende Fachärztin, nicht mehr in der Versorgung, sondern an der Schnittstelle von Medizin, Kommunikation und Systemlogiken. Rehabilitative Prävention und Gesundheitsökonomie sind meine fachliche Basis. Mein Interesse gilt sowohl den Menschen als auch den Strukturen, die dort entstehen oder fehlen, wo sie am meisten gebraucht würden.
Was mich dahin geführt hat: Ich habe viele Menschen in gesundheitlichen Umbrüchen begleitet und dabei erlebt, wie oft nicht fehlendes Wissen das Problem ist, sondern wie Krankheit, Leistung und Verantwortung sprachlich und institutionell verhandelt werden.
Gerade wenn professionelle Rollen und persönliche Identitäten gleichzeitig neu bestimmt werden müssen, braucht es mehr als Fachwissen: Sprache, Struktur und einen Rahmen, in dem beides gedacht werden kann.
ME/CFS und Long COVID sind dabei nicht zufällig Schwerpunkte. Sie sind für mich ein Indikator – für das, was professionelle Kommunikation und institutionelle Systeme leisten oder verhindern können. Und dafür braucht es neue Wege.
In Fachbeiträgen, auf meinem Blog und auf LinkedIn schreibe ich zu medizinischen, systemischen und kommunikativen Fragen in professionellen Kontexten – mit dem Fokus auf das, was in der Praxis trägt. Gelegentlich gibt es Live-Dialoge dazu.