Medizinische und systemische Perspektiven

GESUNDHEIT kultivieren

Stabilisierung in Krisenzeiten und systemische Gesundheitsbildung – mit Fokus auf rehabilitative Prävention und Nachsorge bei ME/CFS, Long COVID, Schlaganfall und Depression.

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NEUAUSRICHTUNG orientieren

Persönliche und berufliche Positionierung in gesundheitlichen Umbrüchen – mit Fokus auf Selbst- und Rollenklärung, Kommunikation und Reorganisation in Komplexität.

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TRANSFORMATION gestalten

Systemischer Wandel von sozialen und unternehmerischen Strukturen – mit Fokus auf Arbeit für Wohlergehen, Wertschöpfung und Wohlstand jenseits konventioneller Funktionslogiken.

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GESUNDHEIT kultivieren, NEUAUSRICHTUNG orientieren und TRANSFORMATION gestalten – das sind die Leitdimensionen meiner Arbeit. Hier finden Sie eine Übersicht meiner Schwerpunkte und ausgewählte Veröffentlichungen zu aktuellen Themen.

Mit meinem integrativen Ansatz Health & Business Counseling berate und begleite ich Fachpersonen durch persönliche gesundheitsbezogene Umbrüche. Ich unterstütze sie dabei, Menschen mit chronischen Komplexerkrankungen in Übergangsphasen professionell zu begleiten und ihre Rolle in unternehmerischen und gesellschaftlichen Kontexten zu stärken.

In meinen Beiträgen finden Sie fundiertes Wissen und Praxiseinblicke aus medizinischen und gesundheitsökonomischen Perspektiven sowie kommunikative Analysen, Meta-Reflexionen und Anwendungsbeispiele eigener Modelle mit neuen systemtheoretisch-kybernetischen Ansätzen. Dabei fließen Erkenntnisse aus verschiedenen Denkschulen ein, darunter auch relevante Ergebnisse aus der FORMWELT-Forschung.

Icon Gesundheit kultivieren

Gesundheit kultivieren – Gesundheit & Lebensbalance

Schwerpunkte: Systemische Gesundheitskompetenz, Medizin und Teilhabe

  • Systemisches Gesundheitsbildung und Rehabilitative Prävention
  • Psychosoziale Edukation und Coping-Strategien im Alltag und Beruf
  • Leben mit ME/CFS, Long COVID, Schlaganfall, Krebs, Depression

Systemische Gesundheit und Rehabilitative Prävention

Gesundheits- und Krankheitsverständnis aus medizinischer und systemischer Sicht

Gesundheit und Behinderung im bio-psycho-sozialen Ansatz der ICF – Wie können systemische Perspektiven in der Medizin, Reha-Abklärung und Bedarfsermittlung zur Teilhabe und Inklusion beitragen?

Seit Jahrzehnten sehen wir uns zunehmend mit komplexen, chronischen Erkrankungen und oftmals unsichtbaren Behinderungen konfrontiert – sei es bei uns selbst oder bei Menschen in unserem beruflichen oder privaten Umfeld. Eine systemische, komplexitätsbewusste Sichtweise ist deshalb im Gesundheits- und Sozialwesen ebenso überfällig wie in Unternehmen und der Öffentlichkeit, also in der Gesellschaft als übergeordnetem System mit Umwelt.

Das bio-psycho-soziale Modell (BPS) wurde als mehrdimensionales Modell entwickelt. Auf dessen Ansatz baut die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der WHO seit 2001 auf.

Dieser Rahmen dient als Grundlage für die umfassende Betrachtung und dialogische Beschreibung von Gesundheit und Behinderung im Gesamtbild sowie in relevanten Details für eine Person und für partizipative Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse.

Anders als die mit der ICD verbundene diagnosebezogene Sichtweise des traditionell organ- und defizitfokussierten, medizinisch dominierten Systems berücksichtigen ICF-basierte Interventionen biologische, individuelle und gesellschaftliche Bezüge und Möglichkeiten.

Gesundheitsstörungen und Behinderungen werden nicht als rein individuelle Probleme betrachtet, die ihre biologische Ätiologie oder schicksalshafte bzw. verhaltensbedingte Ursache in einer Person, ihrer Körperlichkeit/Persönlichkeit und Biografie haben und sich nur individuell auswirken. Vielmehr sind es soziale und systemische Konstrukte, deren Zusammenhänge es zu betrachten gilt.

Die ICF bietet eine fach- und länderübergreifend einheitliche und standardisierte Sprache (Codes) zur Kommunikation zwischen verschiedenen Sektoren. Und sie wird als statistisches Instrument für standardisierte Datenerhebungen genutzt.

Der Ansatz bezieht sich auf Komponenten der sogenannten „funktionalen Gesundheit“ und ihre Wechselwirkungen:
🔸 Körperfunktionen und -strukturen, inkl. Gehirn und Psyche (b)
🔸 Aktivitäten und Teilhabe in bedeutenden Lebensbereichen, isg. 9 (d)

Hierbei werden Kontextfaktoren berücksichtigt, die die Funktionsfähigkeit sowie das Erleben von Beeinträchtigungen günstiger oder ungünstiger beeinflussen können. Denn sie sind ein wichtiger Aspekt der Alltagsrealität und Lebenswirklichkeit:
🔸 Umweltfaktoren (e)
🔸 personenbezogene Faktoren (i)

Allerdings wird das BPS-Modell auch missbräuchlich zur Kausalerklärung eingesetzt, besonders bei ME/CFS und Long COVID.

Es ist wichtig, die Bedeutung und Grenzen solcher Instrumente zu verstehen und Sprache diskriminierungs- und diversitätssensibel zu reflektieren.

Die Grafik zeigt eine verkürzte Darstellung meines Modells mit Erklärungen (Inhalt immer im Kontext) zur Orientierung von Fragen zu Auswirkungen und Bedarfen.

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Das Paradox der Ganzheitlichkeit – Form schlägt Evidenz: Angewandte systemisch-realkonstruktivistische Analyse am praxisktischen Beispiel im Umgang mit ME/CFS

Ganzheitliche Medizin gilt als Ideal. Doch unreflektiert wird sie zum Risiko und zur Quelle systemischer Gefährdung, in der aus Fürsorge leicht Gefahr wird.

Gerade der Umgang mit ME/CFS *️⃣ zeigt, welche unbeabsichtigten Folgen der Wunsch nach Integration haben kann: Wo „eindeutige“ Befunde fehlen oder nicht anerkannt werden, übernehmen viele rasch psychologisierende Deutungen als psychosomatische Erklärungen. Selten aus Ignoranz, eher aus dem Bedürfnis nach Kohärenz. Was gut gemeint ist, individualisiert strukturelle Unsicherheiten. ✴️

„Körper und Seele gehören zusammen“ wirkt legitimierend, bringt aber Akzeptanz- und Anpassungserwartung mit, wenn Menschen mit ME/CFS sich öffnen, kooperieren und ihr Mindset ändern sollen – während die komplexe Pathophysiologie der neuroimmunologischen Erkrankung sowie institutionelle, epistemische und kommunikative Bedingungen, die sie marginalisieren, verkannt bleiben.

Das verschiebt die Verantwortung für ungelöste Systemprobleme auf Individuen und stabilisiert Strukturen, die Komplexität als persönliches Defizit rahmen.

Diese Matrix zeigt, wie sich das zuspitzt:
1️⃣ Mikroebene: Sprache erzeugt Druck, etwa wenn Aktivierungsrhetorik Symptome moralisch rahmt.
2️⃣ Mesoebene: Routinen, Kodierungen und Budgets sichern Stabilität und Effizienz auf Kosten neuer Evidenz.
3️⃣ Makroebene: Statusmacht, Leitlinien, Vergütungssysteme und mediale Frames definieren, was gültig ist.
4️⃣ Metaebene: Reflexion dieser Ordnungen und ihrer Effekte bleibt aus.

Das eigentliche Hindernis für Fortschritt ist weniger fehlendes Wissen als mangelndes systemisches Bewusstsein, darüber, wie Bedeutung entsteht und was sie ausblendet.

Kommunikation, die auf Inhalte fixiert bleibt (Was stimmt?/Wer hat recht?), wiederholt unbemerkt die Muster, die Erkenntnis behindern.

Die Verbindung von Körper und Seele greift deshalb zu kurz. Krankheit ist nicht nur biologisch und psychisch, sondern auch kommunikativ, sozial und strukturell verfasst. Modelle haben ökonomische und politische Funktionen.

Wird Ganzheitlichkeit als harmonische Einheit verstanden, verdrängt sie ihre eigene Komplexität und drängt chronisch Erkrankte in die Defensive, als würden sie nicht an ihrer Genesung „mitarbeiten“ wollen, während die Bedingungen dafür fehlen, Forschung und Versorgung verzögert werden.

Die Antwort auf „Soma oder Psyche?“ liegt nicht in der Medizin, sondern in der Form des Kommunikationssystems. ✳️

Systemisch-reflexive Medizin versteht ihre Beobachtungslogik, prüft, auf welcher Ebene argumentiert wird, welche Ordnungen Geltung erzeugen und welche Perspektiven ausgeschlossen bleiben.

Hashtag#Komplexitätsbewusstsein
= sprachliche Differenzierung × reflexive Kommunikation × systemische Integration.
Transformieren: Nichtwissen zum Ausgangspunkt neuer Beobachtung machen, gemeinsam Rahmen gestalten, in dem andere Wirklichkeiten Geltung erfahren.

#MEAwarenessHour #FORMWELTHealth #SystemischeGesundheitsbildung

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Strukurelle Systemschwächen und die Bedeutung sozialer Gesundheitsfaktoren

Psychosoziale Edukation und Coping im Alltag & Beruf

Selbststeuerung, Stressregulierung und Energiemanagement

Gesundheitliche Umbrüche begleiten – Orientierung bei komplexen Krankheitsfolgen

Wenn eine Krankheit das Leben tiefgreifend verändert, reicht medizinisches Wissen allein nicht mehr aus. Es bedarf eines umfassenden Verständnisses dafür, wie körperliche, emotionale und soziale Faktoren zusammenwirken, insbesondere, wenn spürbare Folgen zurückbleiben. Schwere und chronische Beeinträchtigungen verändern den Alltag in allen Lebensbereichen, die Wahrnehmung früherer Aktivitäten, die aktuellen Möglichkeiten – kurz: das gesamte Dasein. Betroffene müssen nicht nur ihre Lebensentwürfe und Zukunftsbilder überdenken; ihr Identitätserleben und ihre gesellschaftliche Position geraten ins Wanken.

In meinen Beiträgen finden Sie medizinische Inhalte, systemische Analysen, Reflexionsimpulse und psychosoziale Edukation. Damit unterstütze ich Betroffene und Fachpersonen dabei, sich fundiertes und zugängliches Wissen anzueignen, sich in neuen Rollen zu verorten und informierte, persönlich bedeutende Entscheidungen in unsicheren Situationen zu treffen – auch wenn dies nicht einfach ist. Oft eröffnen sich dadurch neue Perspektiven, die wir in Beratungen vertiefen.

Ausgewählte Fallbeispiele zeigen, wie individuelle Bewältigungsstrategien im Alltag aussehen können, wie der Umgang mit Gesundheitskrisen gelingen und eine persönliche Neuausrichtung erfolgen kann und wie das Umfeld Räume und Bedingungen schafft, die nachhaltige Teilhabe und Zugehörigkeit ermöglichen.

Meine aktuellen Schwerpunkte:

ME/CFS & Long COVIDS mit besonderem Fokus
➤ Folgen nach Schlaganfall, Krebs oder Unfall
Depression im sozialen & beruflichen Leben

Beitragsbild zur Ressourcenseite ME/CFS und Long COVID: Netzwerkstruktur als Symbol für systemische Zusammenhänge und Prävention, neben einer Frau mit nachdenklichem Gesichtsausdruck. Themen: komplexe Erkrankungen verstehen, Prävention stärken, Genesung und Teilhabe fördern. ME/CFS und Long COVID – Netzwerk und Prävention

ME/CFS und Long COVID – Impulse für Aufklärung, rehabilitative Prävention & Nachsorge, Teilhabe und Neuausrichtung

Medizinisch hochkomplexe, multisystemische Krankheitsbilder wie Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) und postakute Infektionssyndrome (PAIS) wie Long COVID und das Post-COVID-Syndrom betreffen viele Menschen im Erwerbsalter – Frauen häufiger als Männer. Sie führen zu vielschichtigen Symptomen sowie oft zu langfristigen gesundheitlichen Einschränkungen, Orientierungsverlust und Ausgrenzung aus beruflichen und sozialen Zusammenhängen.

In meiner medizinisch beratenden Arbeit unterstütze ich Fachpersonen sowie betroffene Erwachsene mit fundierter Aufklärung, systemischer Einordnung und praxisnahen Kommunikations- sowie Reflexionsimpulsen dabei, individuelle Wege für ihre Rollen zu finden – von der Positionierung in Multiplikatorenfunktion bis hin zur stabilisierten Teilhabe und beruflichen Neuorientierung. Mein Fokus: vernetztes Denken, strategische Begleitung und Entwicklung passender Konzepte jenseits der kurativen Versorgung.

Mit Long COVID und ME/CFS zurück in den Beruf – Den Wiedereinstieg unterstützen und Arbeit neu gestalten

Schlaganfallfolgen begleiten – Nachsorge und Sekundärprävention stärken und neue Lebensperspektiven finden

Ein Schlaganfall verändert das Leben plötzlich und nachhaltig – für Betroffene ebenso wie für die Menschen in ihrem Umfeld. Komplexe, chronische Krankheitsfolgen sind mangels integrierter Versorgungsstrukturen auch für beteiligte Fachpersonen herausfordernd. Auf verschiedenen Plattformen, wie meinem Blog und die Schlaganfallbegleitung.de, vermittle ich praxisnahes Fachwissen zur Nachsorge, sekundären Prävention und gesundheitsbezogenen Wiedereingliederung.

Im Schlaganfall-Forum stehe ich als unabhängige fachliche Ansprechpartnerin für konkrete medizinische Fragen zur Verfügung. Ich bereite komplexe Themen wissenschaftlich fundiert auf und vermittle Gesundheitsinhalte verständlich und auf die geschilderte individuelle Situation abgestimmt. Oft kombiniere ich dies mit systemischen Reflexionsimpulsen, um in Entscheidungssituationen, in denen Unsicherheit und Orientierung eine Rolle spielen, Hilfestellung zu geben.

Fachartikel auf Vermeide-Schlaganfall.de

Den Wiedereinstieg ins Berufsleben und Arbeitsgestaltung nach Schlaganfall begleiten

Depression – Symptomeinordnung, Hilfsangebote und reflektierte Kommunikation. Ein Leitfaden für die Praxis.

In einer fünfteiligen Artikelserie habe ich einen Leitfaden zur Selbsthilfe bei Verdacht auf Depressionen, für Angehörige und Unterstützende, erste Schritte zur Abklärung und den Umgang mit sensiblen Themen im professionellen Umfeld geschrieben. Unter Psychosoziale Edukation und Coping werden Depressionen auch im Kontext von physischen Erkrankungen thematisiert.

Den beruflichen Wiedereinstieg nach Krebsbehandlung gelingend gestalten

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Neuausrichtung orientieren – Persönlichkeit & Kompetenzen

Schwerpunkte: Umbrüche, Identitäten, Perspektiven

  • Beruflicher Neustart aus gesundheitlichen Gründen
  • Persönliche Positionierung mit Passion und Professionalität
  • Umgang mit Komplexität, Paradoxien und Dilemmata

Beruflicher Neustart aus gesundheitlichen Gründen

Neue Wege im Berufsleben und in der betrieblichen Wiedereingliederung gestalten

Persönliche Positionierung mit Passion & Professionalität

Innere Klärung – Persönliche Bedürfnisse, Haltungen und Psychodynamiken

Professionelle Positionierung – Wirksamkeit in Rollen und strategische Kommunikation

Vortrag zum Online-Kongress
2021 von Veronika Jakl

Positionierung für betriebliche Präventionsexpertinnen

Positionierung ist keine Etikettvergabe, die beim „Elevator Pitch” nur richtig platziert sein muss. Es geht auch nicht nur darum, etwas kurz und knackig zu präsentieren. In meinem Vortrag zeige ich, was für wirksames Arbeiten den Unterschied macht: Fachpersonen in der Prävention machen ihre Angebote greifbarer, indem sie innere Klarheit und eine stimmige Ausrichtung nach außen entwickeln.

Ein eindrückliches Beispiel ist für mich immer noch die Geschichte einer ehemaligen HR-Führungskraft, die nach einer gesundheitlichen Krise den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Sie wandelte ihren „Bauchladen” in ein differenziertes Portfolio um und gewann dadurch an Profil, Sichtbarkeit und erhielt Empfehlungen.

Im zweiten Teil habe ich die Prinzipien vorgestellt, die diesen Prozess tragen: von innen nach außen denken, die Perspektive der Zielgruppen einnehmen, Kohärenz herstellen und Positionierung Schritt für Schritt in der Praxis erproben. Denn Positionierung ist kein einmaliger Akt, sondern ein Prozess, der Klarheit, Resilienz und Freiraum für nachhaltigen Erfolg schafft.

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Zur Beitrags-Vorschau und Anmeldung bei Veronika Jakl und weiteren Referenzen:

https://karin-kelle-herfurth.de/referenzen-kooperationen/

Umgang mit Komplexität, Paradoxien und Dilemmata

Komplexität ist ein Kernmerkmal lebender Systeme, auch wenn sie zuweilen als Störung empfunden wird. Geht es beispielsweise um schwierige Verständigung über Gesundheitsthemen im Beruf, um Dilemmata in medizinischen Kontexten oder um Erwartungskollisionen an Führungsverhalten, zeigt sich: Komplexe Entscheidungssysteme – Psychen, Kommunikation wie Organisationen – beziehen sich auf sich selbst und entwickeln durch ihre Rhythmisierungen über die Zeit stabile Muster, die bestimmten Transformationsegeln folgen, die erfolgswirksame Anpassung ermöglichen. Nur ist dieselbe Form nicht überall und dauerhaft funktional. Und in Macht- und Abhängigkeitsverhältnisen zeigen sich etwa oft dysfunktionale Kommunikationsmuster.

Systemische Gesundheitsbildung macht sich die Erkenntnisse auch durch Anwendung der FORMWELT-Forschung zu modernster Systemtheorie und Kybernetik zunutze: Sie macht die Selbstorganisation von Menschen und sozialen Systemen beobachtbar und unterstützt sie dabei, ihre eigene Stabilität durch Erneuerung zu erhalten. In diesem Zusammenhang gebe ich Einblicke in Systemanalysen von Kommunikationsformen und ihre Reorganisation. Der Fokus liegt auf professionellem Handeln in Medizin, Führung und Beratung sowie der gesellschaftlichen Wahrnehmung komplexer Krankheiten wie ME/CFS und Long COVID bis hin zur rehabilitativen Prävention und Transformation von Gesundheits- und Arbeitsstrukturen. Neue Wege zum gesunden Erfolg!

Forschungstransfer: Realkonstruktivismus, Systemtheorie und Kybernetik in der Praxis

Das Paradox der Ganzheitlichkeit – Form schlägt Evidenz im Umgang mit ME/CFS

Ganzheitliche Medizin gilt als Ideal. Doch unreflektiert wird sie zum Risiko und zur Quelle systemischer Gefährdung, in der aus Fürsorge leicht Gefahr wird.

Gerade der Umgang mit ME/CFS *️⃣ zeigt, welche unbeabsichtigten Folgen der Wunsch nach Integration haben kann: Wo „eindeutige“ Befunde fehlen oder nicht anerkannt werden, übernehmen viele rasch psychologisierende Deutungen als psychosomatische Erklärungen. Selten aus Ignoranz, eher aus dem Bedürfnis nach Kohärenz. Was gut gemeint ist, individualisiert strukturelle Unsicherheiten. ✴️

„Körper und Seele gehören zusammen“ wirkt legitimierend, bringt aber Akzeptanz- und Anpassungserwartung mit, wenn Menschen mit ME/CFS sich öffnen, kooperieren und ihr Mindset ändern sollen – während die komplexe Pathophysiologie der neuroimmunologischen Erkrankung sowie institutionelle, epistemische und kommunikative Bedingungen, die sie marginalisieren, verkannt bleiben.

Das verschiebt die Verantwortung für ungelöste Systemprobleme auf Individuen und stabilisiert Strukturen, die Komplexität als persönliches Defizit rahmen.

Diese Matrix zeigt, wie sich das zuspitzt:
1️⃣ Mikroebene: Sprache erzeugt Druck, etwa wenn Aktivierungsrhetorik Symptome moralisch rahmt.
2️⃣ Mesoebene: Routinen, Kodierungen und Budgets sichern Stabilität und Effizienz auf Kosten neuer Evidenz.
3️⃣ Makroebene: Statusmacht, Leitlinien, Vergütungssysteme und mediale Frames definieren, was gültig ist.
4️⃣ Metaebene: Reflexion dieser Ordnungen und ihrer Effekte bleibt aus.

Das eigentliche Hindernis für Fortschritt ist weniger fehlendes Wissen als mangelndes systemisches Bewusstsein, darüber, wie Bedeutung entsteht und was sie ausblendet.

Kommunikation, die auf Inhalte fixiert bleibt (Was stimmt?/Wer hat recht?), wiederholt unbemerkt die Muster, die Erkenntnis behindern.

Die Verbindung von Körper und Seele greift deshalb zu kurz. Krankheit ist nicht nur biologisch und psychisch, sondern auch kommunikativ, sozial und strukturell verfasst. Modelle haben ökonomische und politische Funktionen.

Wird Ganzheitlichkeit als harmonische Einheit verstanden, verdrängt sie ihre eigene Komplexität und drängt chronisch Erkrankte in die Defensive, als würden sie nicht an ihrer Genesung „mitarbeiten“ wollen, während die Bedingungen dafür fehlen, Forschung und Versorgung verzögert werden.

Die Antwort auf „Soma oder Psyche?“ liegt nicht in der Medizin, sondern in der Form des Kommunikationssystems. ✳️

Systemisch-reflexive Medizin versteht ihre Beobachtungslogik, prüft, auf welcher Ebene argumentiert wird, welche Ordnungen Geltung erzeugen und welche Perspektiven ausgeschlossen bleiben.

Hashtag#Komplexitätsbewusstsein
= sprachliche Differenzierung × reflexive Kommunikation × systemische Integration.
Transformieren: Nichtwissen zum Ausgangspunkt neuer Beobachtung machen, gemeinsam Rahmen gestalten, in dem andere Wirklichkeiten Geltung erfahren.

#MEAwarenessHour #FORMWELTHealth #SystemischeGesundheitsbildung

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Systemische Dynamiken – Kommunikation und Wirkungen in Konflikten und Krisen

Kasuistik (geplant)

Meta-Reflexion: Wie Empathie und Fachlichkeit in der Gesundheitskommunikation zusammenwirken

„Wer spricht für mich?“ – Wenn das eigene Erleben nicht vorkommt: Narrative Rekonstruktion als systemische Intervention bei funktioneller Fehldeutung

Podcast Servant Politics
von Claudia Lutschewitz

Populismus und Polarisierung – systemisch wirksam begegnen

Icon Transformation gestalten

Transformation gestalten – Business & Systeme

Schwerpunkte: Unternehmertum und Soziales

  • Selbstwirksam und wertschöpfend gesund arbeiten
  • Gesunde Führung, Kommunikation und Organisation
  • Gesundheitswesen und ärztliche Rollenbilder im Wandel

Selbstwirksam und wertschöpfend gesund arbeiten

Zum Verständnis von Leistung und Wertschöpfung im Kontext Gesundheit und Arbeit

Gegenüberstellung von Effizienz und Effektivität – Fragen zur Orientierung auf unterschiedlichen Beobachtung- und Entscheidungsebenen (Mikro-, Mesp-, Makro- und Meta-Ebene)

Gesellschaftstransformationen durch Untermehmertum und Ökologie sozialer Systeme

Selbstständige Arbeitsformen: lebensdienlich, wirtschaftlich tragfähig und nachhaltig

Gesunde Führung, Kommunikation und Organisationen

Gesundheitswesen und ärztliche Rollen im Wandel

Online-Dialog zur Themenreihe Medizinethnologie mit Jun.-Prof.in
Dr. Barbara Wittmann, Uni Bamberg

Beratungsangebote

(auf Anfrage)

Neue Wege gehen – Professionelles Sparring für den ärztlichen Alltag und Führung

Systemische Dynamiken in medizinischen Kontexten – Fachdialoge, Analysen und Begleitung zur Professionalisierung im Hilfesystem – zwischen Wahrnehmung, Verantwortung und Handlungsfähigkeit

Systemische Dynamiken und medizinische Perspektiven in sozialrechtlichen Kontexten – Fachdialoge und Strategien für die juristische und beratende Praxis

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