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Medizinische und systemische Perspektiven

GESUNDHEIT kultivieren

Wo medizinisches Wissen an Grenzen stößt, es anderer Strukturen zur gesundheitlichen Stabilisierung und Veränderung bedarf – mit Fokus auf rehabilitative und präventive Fragen im Umgang mit komplexen und chronischen Erkrankungen.

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NEUAUSRICHTUNG orientieren

Persönlich Bilanz ziehen und strategische Wege klären in gesundheitlichen und beruflichen Umbrüchen – mit Fokus auf Selbstpositionierung und professionelle Handlungsfähigkeit unter Bedingungen von Komplexität und Ungewissheit.

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TRANSFORMATION gestalten

Dynamiken verstehen, die Wirkung verhindern. Kommunikations-, Bewertungs- und Entscheidungsarchitekturen durchdringen – schneller Denk- und Handlungsspielräume erweitern – für Wirksamkeit und Teilhabe.

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GESUNDHEIT kultivieren, NEUAUSRICHTUNG orientieren und TRANSFORMATION gestalten – das sind die drei Leitdimensionen meiner Arbeit, die selten isoliert betrachtet werden. Hier möchte ich Menschen einen Beobachtungsrahmen gemeinnützig zur Verfügung stellen, in dem Gesundheit als emergente Systemleistung betrachtet werden kann. Die Seite „Begriffswelten“ mit ihrem Glossar macht die funktionale Bedeutung gesundheitsrelevanter systemischer Phänomene durch ein differenziertes sprachliches Repertoire beschreibbar.

Verstehen entsteht in Resonanz auf der Beziehungsebene und in Kontexten, die strukturelle Anschlussfähigkeit für Körperwissen ermöglichen. Befähigung baut hier auf Bildung, die präzise bleibt und komplexe Realitäten aushält, ohne sie der Verständlichkeit zu opfern. So dient Vereinfachung dem Verstehen, nicht Bequemlichkeit.

Viele der folgenden Beiträge verknüpfen medizinische und gesundheitsökonomische Perspektiven mit strukturanalytischen Reflexionen und Anwendungsbeispielen. Zudem entwickle ich in der Beratungspraxis systemtheoretisch-kybernetische Ansätze in Zusammenarbeit mit dem FORMWELT-Team weiter.

Wenn Sie direkt tiefer einsteigen möchten und wissen wollen, wie ich Sie dabei unterstützen kann, lassen Sie es mich wissen: Schreiben Sie mir hier oder buchen Sie einen Termin für ein erstens Orientierungsgespräch.

Icon Gesundheit kultivieren

Gesundheit kultivieren – Gesundheit & Lebensbalance

Schwerpunkte: Systemische Gesundheitskompetenz, Medizin und Teilhabe

  • Systemisches Gesundheitsbildung und Rehabilitative Prävention
  • Psychosoziale Edukation und Coping-Strategien im Alltag und Beruf
  • Leben mit ME/CFS, Long COVID, Schlaganfall, Krebs, Depression

Systemische Gesundheit und Rehabilitative Prävention

Gesundheits- und Krankheitsverständnis aus medizinischer und systemischer Sicht

Gesundheit und Behinderung im bio-psycho-sozialen Ansatz der ICF – Wie können systemische Perspektiven in der Medizin, Reha-Abklärung und Bedarfsermittlung zur Teilhabe und Inklusion beitragen?

Seit Jahrzehnten sehen wir uns zunehmend mit komplexen, chronischen Erkrankungen und oftmals unsichtbaren Behinderungen konfrontiert – sei es bei uns selbst oder bei Menschen in unserem beruflichen oder privaten Umfeld. Eine systemische, komplexitätsbewusste Sichtweise ist deshalb im Gesundheits- und Sozialwesen ebenso überfällig wie in Unternehmen und der Öffentlichkeit, also in der Gesellschaft als übergeordnetem System mit Umwelt.

Das bio-psycho-soziale Modell (BPS) wurde als mehrdimensionales Modell entwickelt. Auf dessen Ansatz baut die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der WHO seit 2001 auf.

Dieser Rahmen dient als Grundlage für die umfassende Betrachtung und dialogische Beschreibung von Gesundheit und Behinderung im Gesamtbild sowie in relevanten Details für eine Person und für partizipative Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse.

Anders als die mit der ICD verbundene diagnosebezogene Sichtweise des traditionell organ- und defizitfokussierten, medizinisch dominierten Systems berücksichtigen ICF-basierte Interventionen biologische, individuelle und gesellschaftliche Bezüge und Möglichkeiten.

Gesundheitsstörungen und Behinderungen werden nicht als rein individuelle Probleme betrachtet, die ihre biologische Ätiologie oder schicksalshafte bzw. verhaltensbedingte Ursache in einer Person, ihrer Körperlichkeit/Persönlichkeit und Biografie haben und sich nur individuell auswirken. Vielmehr sind es soziale und systemische Konstrukte, deren Zusammenhänge es zu betrachten gilt.

Die ICF bietet eine fach- und länderübergreifend einheitliche und standardisierte Sprache (Codes) zur Kommunikation zwischen verschiedenen Sektoren. Und sie wird als statistisches Instrument für standardisierte Datenerhebungen genutzt.

Der Ansatz bezieht sich auf Komponenten der sogenannten „funktionalen Gesundheit“ und ihre Wechselwirkungen:
🔸 Körperfunktionen und -strukturen, inkl. Gehirn und Psyche (b)
🔸 Aktivitäten und Teilhabe in bedeutenden Lebensbereichen, isg. 9 (d)

Hierbei werden Kontextfaktoren berücksichtigt, die die Funktionsfähigkeit sowie das Erleben von Beeinträchtigungen günstiger oder ungünstiger beeinflussen können. Denn sie sind ein wichtiger Aspekt der Alltagsrealität und Lebenswirklichkeit:
🔸 Umweltfaktoren (e)
🔸 personenbezogene Faktoren (i)

Allerdings wird das BPS-Modell auch missbräuchlich zur Kausalerklärung eingesetzt, besonders bei ME/CFS und Long COVID.

Es ist wichtig, die Bedeutung und Grenzen solcher Instrumente zu verstehen und Sprache diskriminierungs- und diversitätssensibel zu reflektieren.

Die Grafik zeigt eine verkürzte Darstellung meines Modells mit Erklärungen (Inhalt immer im Kontext) zur Orientierung von Fragen zu Auswirkungen und Bedarfen.

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Das Paradox der Ganzheitlichkeit – Form schlägt Evidenz: Angewandte systemisch-realkonstruktivistische Analyse am praxisktischen Beispiel im Umgang mit ME/CFS

Ganzheitliche Medizin gilt als Ideal. Doch unreflektiert wird sie zum Risiko und zur Quelle systemischer Gefährdung, in der aus Fürsorge leicht Gefahr wird.

Gerade der Umgang mit ME/CFS *️⃣ zeigt, welche unbeabsichtigten Folgen der Wunsch nach Integration haben kann: Wo „eindeutige“ Befunde fehlen oder nicht anerkannt werden, übernehmen viele rasch psychologisierende Deutungen als psychosomatische Erklärungen. Selten aus Ignoranz, eher aus dem Bedürfnis nach Kohärenz. Was gut gemeint ist, individualisiert strukturelle Unsicherheiten. ✴️

„Körper und Seele gehören zusammen“ wirkt legitimierend, bringt aber Akzeptanz- und Anpassungserwartung mit, wenn Menschen mit ME/CFS sich öffnen, kooperieren und ihr Mindset ändern sollen – während die komplexe Pathophysiologie der neuroimmunologischen Erkrankung sowie institutionelle, epistemische und kommunikative Bedingungen, die sie marginalisieren, verkannt bleiben.

Das verschiebt die Verantwortung für ungelöste Systemprobleme auf Individuen und stabilisiert Strukturen, die Komplexität als persönliches Defizit rahmen.

Diese Matrix zeigt, wie sich das zuspitzt:
1️⃣ Mikroebene: Sprache erzeugt Druck, etwa wenn Aktivierungsrhetorik Symptome moralisch rahmt.
2️⃣ Mesoebene: Routinen, Kodierungen und Budgets sichern Stabilität und Effizienz auf Kosten neuer Evidenz.
3️⃣ Makroebene: Statusmacht, Leitlinien, Vergütungssysteme und mediale Frames definieren, was gültig ist.
4️⃣ Metaebene: Reflexion dieser Ordnungen und ihrer Effekte bleibt aus.

Das eigentliche Hindernis für Fortschritt ist weniger fehlendes Wissen als mangelndes systemisches Bewusstsein, darüber, wie Bedeutung entsteht und was sie ausblendet.

Kommunikation, die auf Inhalte fixiert bleibt (Was stimmt?/Wer hat recht?), wiederholt unbemerkt die Muster, die Erkenntnis behindern.

Die Verbindung von Körper und Seele greift deshalb zu kurz. Krankheit ist nicht nur biologisch und psychisch, sondern auch kommunikativ, sozial und strukturell verfasst. Modelle haben ökonomische und politische Funktionen.

Wird Ganzheitlichkeit als harmonische Einheit verstanden, verdrängt sie ihre eigene Komplexität und drängt chronisch Erkrankte in die Defensive, als würden sie nicht an ihrer Genesung „mitarbeiten“ wollen, während die Bedingungen dafür fehlen, Forschung und Versorgung verzögert werden.

Die Antwort auf „Soma oder Psyche?“ liegt nicht in der Medizin, sondern in der Form des Kommunikationssystems. ✳️

Systemisch-reflexive Medizin versteht ihre Beobachtungslogik, prüft, auf welcher Ebene argumentiert wird, welche Ordnungen Geltung erzeugen und welche Perspektiven ausgeschlossen bleiben.

Hashtag#Komplexitätsbewusstsein
= sprachliche Differenzierung × reflexive Kommunikation × systemische Integration.
Transformieren: Nichtwissen zum Ausgangspunkt neuer Beobachtung machen, gemeinsam Rahmen gestalten, in dem andere Wirklichkeiten Geltung erfahren.

#MEAwarenessHour #FORMWELTHealth #SystemischeGesundheitsbildung

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Strukurelle Bedingungen und die Bedeutung sozialer Gesundheitsdimensionen

Psychosoziale Edukation und Coping zur Selbststeuerung und Stressregulierung

Gesundheitliche Umbrüche begleiten – Orientierung bei komplexen Krankheiten

Schwerpunkte und Beiträge:

ME/CFS und Long COVID mit besonderem Fokus
➤ Folgen nach Schlaganfall, Krebs oder Unfall
Depression im sozialen und beruflichen Leben

Beitragsbild zur Ressourcenseite ME/CFS und Long COVID: Netzwerkstruktur als Symbol für systemische Zusammenhänge und Prävention, neben einer Frau mit nachdenklichem Gesichtsausdruck. Themen: komplexe Erkrankungen verstehen, Prävention stärken, Genesung und Teilhabe fördern. ME/CFS und Long COVID – Netzwerk und Prävention

Komplexe, multisystemische Krankheitsbilder wie Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) und postakute Infektionssyndrome (PAIS) wie Long COVID und das Post-COVID-Syndrom betreffen viele Menschen im Erwerbsalter – Frauen häufiger als Männer. Diese Erkrankungen verursachen vielfältige Symptome sowie erhebliche gesundheitliche und funktionelle Einschränkungen. Sie führen zu tiefgreifenden Orientierungs- und Identitätsverlusten, die mit Brüchen in Lebensbiografien, Beziehungen und Zukunftsplänen einhergehen. Neben den enormen Krankheitsbelastung erschwert die systematische Vernachlässigung und Ausgrenzung mangels Aufklärung, Anerkennung und Absicherung durch das Gesundheits- und Sozialsystem selbst die Situation der Erkrankten.

In meiner medizinisch beratenden Arbeit begleite ich Fachpersonen und betroffene Erwachsene mit fachärztlichen und systemischen Analysen sowie Reflexionsimpulsen dabei, individuelle Strategien zur Bewältigung sowie strukturell wirksame Ansätze zu entwickeln. Beides ist nötig, um Systeme zu schaffen oder gestaltend Einfluss zu nehmen, damit sich etwas nachhaltig verändern und verbessern kann. Ich unterstütze Professionelle bei ihrer Stabilisierung und Positionierung in Multiplikatorenfunktion – bis hin zur Neuausrichtung der Kommunikationsrganisation und Konzeptentwicklung der kurativen Versorgung.

Fokus-Themen – Krankheiten verstehen, professionell begleiten, Systeme verändern

Wenn Sie ME/CFS und Long COVID verstehen, Folgen bewerten oder systemische Fehlentwicklungen analysieren möchten: Die folgenden Zugänge erleichtern Ihnen den Einstieg entsprechend Ihrem Bedarf.

Krankheit verstehen
Was ist medizinisch zentral – und was wird häufig missverstanden?

Stabilisierung und Schutz
Wie lassen sich Überlastung, PEM und kontraindizierte Aktivierung vermeiden?

Systemische Verkennung verstehen
Warum werden diese Erkrankungen trotz Evidenz oft fehlgedeutet, relativiert oder psychologisiert?

Analyse- und Reflexionswerkzeuge
Wie lassen sich Plausibilität, Geltung, Objektivität, Deutungsmacht und Entscheidungslogiken genauer betrachten?

Teilhabe, Versorgung und Arbeit
Was bedeutet das für Alltag, Beruf, Organisationen und gesellschaftliche Verantwortung?

Vom Verstehen zum Handeln
Wie können aus Wissen, Reflexion und Orientierung konkrete nächste Schritte werden?

Begriffsarbeit, Werkzeuge und Materialien
Wo finden Sie Begriffe, Schaubilder, Fachquellen und vertiefende Orientierung?

Ein Schlaganfall verändert das Leben plötzlich und nachhaltig – für Betroffene ebenso wie für die Menschen in ihrem Umfeld, insbesondere Angehörige. Komplexe, chronische Krankheitsfolgen sind mangels integrierter Versorgungsstrukturen auch für Fachpersonen herausfordernd. Auf verschiedenen Plattformen, wie meinem Blog und die Schlaganfallbegleitung.de, finden Sie praxisnahes Fachwissen zur Nachsorge, sekundären Prävention und gesundheitsbezogenen beruflichen Wiedereingliederung.

Im Schlaganfall-Forum stehe ich als unabhängige fachliche Ansprechpartnerin für konkrete medizinische Fragen zur Verfügung. Ich bereite komplexe Themen wissenschaftlich fundiert auf und vermittle Gesundheitsinhalte verständlich und auf die geschilderte individuelle Situation abgestimmt. Oft kombiniere ich dies mit systemischen Reflexionsimpulsen, um in Entscheidungssituationen, in denen Unsicherheit und Orientierung eine Rolle spielen, Hilfestellung zu geben.

Sekundärprävention nach Schlaganfall begleiten und neue Lebensperspektiven finden

Fachartikel auf Vermeide-Schlaganfall.de

Den Wiedereinstieg ins Berufsleben und Arbeitsgestaltung nach Schlaganfall begleiten

Die begriffliche Reflexion und Bedeutungsanalyse bietet Fachpersonen einen Perspektivwechsel auf die funktionale Logik von „Depression“. Die praxisnahe fünfteilige Artikelserie dient als Leitfaden zur Selbsthilfe bei Verdacht auf Depressionen. Sie richtet sich an Betroffene, Angehörige und Unterstützende. Die Beiträge beschreiben erste Schritte zur Abklärung und erklären den Umgang mit sensiblen Themen im professionellen Umfeld. Unter psychosoziale Edukation & Coping finden sich Artikel zu Depressionen im Zusammenhang mit Strategien für den Alltag und Beruf mit psychischen und physischen Erkrankungen.

Depressionen erkennen, Symptome einordnen, differenziert und hilfreich kommunizieren

Den beruflichen Wiedereinstieg nach Krebsbehandlung gelingend gestalten

Icon Neuausrichtung orientieren

Neuausrichtung orientieren – Persönlichkeit & Kompetenzen

Schwerpunkte: Umbrüche, Identitäten, Perspektiven

  • Beruflicher Neustart aus gesundheitlichen Gründen
  • Persönliche Positionierung mit Passion und Professionalität
  • Umgang mit Komplexität, Paradoxien und Dilemmata

Beruflicher Neustart aus gesundheitlichen Gründen

Persönliche und professionelle Positionierung

Innere Klärung – Persönliche Bedürfnisse, Haltungen und Psychodynamiken

Professionelle Positionierung – Wirksamkeit in Rollen und strategische Kommunikation

Vortrag zum Online-Kongress
2021 von Veronika Jakl

Positionierung für betriebliche Präventionsexpertinnen

Positionierung ist keine Etikettvergabe, die beim „Elevator Pitch” nur richtig platziert sein muss. Es geht auch nicht nur darum, etwas kurz und knackig zu präsentieren. In meinem Vortrag zeige ich, was für wirksames Arbeiten den Unterschied macht: Fachpersonen in der Prävention machen ihre Angebote greifbarer, indem sie innere Klarheit und eine stimmige Ausrichtung nach außen entwickeln.

Ein eindrückliches Beispiel ist für mich immer noch die Geschichte einer ehemaligen HR-Führungskraft, die nach einer gesundheitlichen Krise den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Sie wandelte ihren „Bauchladen” in ein differenziertes Portfolio um und gewann dadurch an Profil, Sichtbarkeit und erhielt Empfehlungen.

Im zweiten Teil habe ich die Prinzipien vorgestellt, die diesen Prozess tragen: von innen nach außen denken, die Perspektive der Zielgruppen einnehmen, Kohärenz herstellen und Positionierung Schritt für Schritt in der Praxis erproben. Denn Positionierung ist kein einmaliger Akt, sondern ein Prozess, der Klarheit, Resilienz und Freiraum für nachhaltigen Erfolg schafft.

Hier weitere Einblicke auf LinkedIn oder diesen Beitrag dort kommentieren

Zur Beitrags-Vorschau und Anmeldung bei Veronika Jakl und weiteren Referenzen:

https://karin-kelle-herfurth.de/referenzen-kooperationen/

Umgang mit Komplexität, Paradoxien und Dilemmata

Komplexität ist ein Kernmerkmal lebender Systeme, auch wenn sie zuweilen als Störung empfunden wird. Geht es beispielsweise um schwierige Verständigung über Gesundheitsthemen im Beruf, um Dilemmata in medizinischen Kontexten oder um Erwartungskollisionen an Führungsverhalten, zeigt sich: Komplexe Entscheidungssysteme beziehen sich auf sich selbst und entwickeln durch ihre Rhythmisierungen über die Zeit stabile Muster, die bestimmten Transformationsegeln folgen, die erfolgswirksame Anpassung ermöglichen. Nur ist dieselbe Form nicht überall und dauerhaft funktional. Und in Macht- und Abhängigkeitsverhältnisen zeigen sich etwa oft dysfunktionale Kommunikationsmuster.

Systemische Gesundheitsbildung macht sich die Erkenntnisse auch durch Anwendung der FORMWELT-Forschung zu modernster Systemtheorie und Kybernetik zunutze: Sie macht die Selbstorganisation von Menschen und sozialen Systemen beobachtbar und unterstützt sie dabei, ihre eigene Stabilität durch Erneuerung zu erhalten. In diesem Zusammenhang gebe ich Einblicke in Systemanalysen von Kommunikationsformen und ihre Reorganisation. Der Fokus liegt auf professionellem Handeln in Medizin, Führung und Beratung sowie im gesellschaftlichen Umgang mit komplexen Krankheiten wie ME/CFS und Long COVID bis hin zur rehabilitativen Prävention und Transformation von Gesundheits- und Arbeitsstrukturen.

Forschungstransfer: Realkonstruktivismus, Systemtheorie und Kybernetik in der Praxis

Das Paradox der Ganzheitlichkeit – Form schlägt Evidenz im Umgang mit ME/CFS

Ganzheitliche Medizin gilt als Ideal. Doch unreflektiert wird sie zum Risiko und zur Quelle systemischer Gefährdung, in der aus Fürsorge leicht Gefahr wird.

Gerade der Umgang mit ME/CFS *️⃣ zeigt, welche unbeabsichtigten Folgen der Wunsch nach Integration haben kann: Wo „eindeutige“ Befunde fehlen oder nicht anerkannt werden, übernehmen viele rasch psychologisierende Deutungen als psychosomatische Erklärungen. Selten aus Ignoranz, eher aus dem Bedürfnis nach Kohärenz. Was gut gemeint ist, individualisiert strukturelle Unsicherheiten. ✴️

„Körper und Seele gehören zusammen“ wirkt legitimierend, bringt aber Akzeptanz- und Anpassungserwartung mit, wenn Menschen mit ME/CFS sich öffnen, kooperieren und ihr Mindset ändern sollen – während die komplexe Pathophysiologie der neuroimmunologischen Erkrankung sowie institutionelle, epistemische und kommunikative Bedingungen, die sie marginalisieren, verkannt bleiben.

Das verschiebt die Verantwortung für ungelöste Systemprobleme auf Individuen und stabilisiert Strukturen, die Komplexität als persönliches Defizit rahmen.

Diese Matrix zeigt, wie sich das zuspitzt:
1️⃣ Mikroebene: Sprache erzeugt Druck, etwa wenn Aktivierungsrhetorik Symptome moralisch rahmt.
2️⃣ Mesoebene: Routinen, Kodierungen und Budgets sichern Stabilität und Effizienz auf Kosten neuer Evidenz.
3️⃣ Makroebene: Statusmacht, Leitlinien, Vergütungssysteme und mediale Frames definieren, was gültig ist.
4️⃣ Metaebene: Reflexion dieser Ordnungen und ihrer Effekte bleibt aus.

Das eigentliche Hindernis für Fortschritt ist weniger fehlendes Wissen als mangelndes systemisches Bewusstsein, darüber, wie Bedeutung entsteht und was sie ausblendet.

Kommunikation, die auf Inhalte fixiert bleibt (Was stimmt?/Wer hat recht?), wiederholt unbemerkt die Muster, die Erkenntnis behindern.

Die Verbindung von Körper und Seele greift deshalb zu kurz. Krankheit ist nicht nur biologisch und psychisch, sondern auch kommunikativ, sozial und strukturell verfasst. Modelle haben ökonomische und politische Funktionen.

Wird Ganzheitlichkeit als harmonische Einheit verstanden, verdrängt sie ihre eigene Komplexität und drängt chronisch Erkrankte in die Defensive, als würden sie nicht an ihrer Genesung „mitarbeiten“ wollen, während die Bedingungen dafür fehlen, Forschung und Versorgung verzögert werden.

Die Antwort auf „Soma oder Psyche?“ liegt nicht in der Medizin, sondern in der Form des Kommunikationssystems. ✳️

Systemisch-reflexive Medizin versteht ihre Beobachtungslogik, prüft, auf welcher Ebene argumentiert wird, welche Ordnungen Geltung erzeugen und welche Perspektiven ausgeschlossen bleiben.

Hashtag#Komplexitätsbewusstsein
= sprachliche Differenzierung × reflexive Kommunikation × systemische Integration.
Transformieren: Nichtwissen zum Ausgangspunkt neuer Beobachtung machen, gemeinsam Rahmen gestalten, in dem andere Wirklichkeiten Geltung erfahren.

#MEAwarenessHour #FORMWELTHealth #SystemischeGesundheitsbildung

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Systemische Dynamiken – Kommunikation und Wirkungen in Konflikten und Krisen

Kasuistik (geplant)

Meta-Reflexion: Wie Empathie und Fachlichkeit in der Gesundheitskommunikation zusammenwirken

„Wer spricht für mich?“ – Wenn das eigene Erleben nicht vorkommt: Narrative Rekonstruktion als systemische Intervention bei funktioneller Fehldeutung

Podcast Servant Politics
von Claudia Lutschewitz

Populismus und Polarisierung – systemisch wirksam begegnen

Icon Transformation gestalten

Transformation gestalten – Business & Systeme

Strukturelle Dynamiken verstehen, die Wirkung verhindern. Kommunikations-, Bewertungs- und Entscheidungsarchitekturen durchdringen. Denk- und Handlungsspielräume an Schnittstellen erweitern.

Schwerpunkte und Beiträge

Strukturelle Dynamiken in Organisationen und Systemen
Wer versteht, wie Organisationen wirklich funktionieren, kann dort ansetzen, wo Veränderung tatsächlich möglich ist.

Kommunikation, Entscheidung und Geltung
Kommunikationsarchitekturen bestimmen, was als Problem sichtbar wird und wessen Einschätzung Anschluss findet.

Leistung, Wert und gesunde Wirksamkeit im Wandel
Leistung unter veränderten Bedingungen neu zu definieren ist keine Frage der Einstellung – sondern der richtigen Analyseebene.

Ärztliche und professionelle Rollenbilder im Umbruch
Strukturelle Rollenkonflikte werden oft als persönliche Erschöpfung erlebt. Den Unterschied zu kennen, ist der erste Schritt aus dem Windmühlenmodus.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Aktuelle Beiträge, Impulse und Einladungen zu Dialogen – unregelmäßig, aber dafür gut ausgesucht, was sich lohnt.

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